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Wie ich mit 22 Jahren mein Unternehmen gegründet habe, obwohl alle dagegen waren

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Eigentlich bin ich mir nicht sicher, ob ich 21 oder 22 Jahre alt war. Ja, ich kann mich an das Alter nicht mehr ganz erinnern. Es spielt allerdings auch keine Rolle, denn mittlerweile weiß ich, dass das Alter vollkommen egal ist, wenn Du Dich Selbstständig machen willst.

Glaub mir, dass es immer Menschen geben wird, die dagegen sind und ja, es sind immer die gleichen Hürden, die Du in Deiner Selbstständigkeit überwinden musst. Egal, ob Du 21, 46 oder 85 Jahre alt bist.

 


Wie meine Selbstständigkeit begann – Ein kurzer Rückblick

Es gibt ja die Menschen, die sich jahrelang alles zurechtplanen und dann irgendwann vielleicht mal, wenn die Zeit reif ist, anfangen ihre Pläne umzusetzen. Nunja, so bin ich nicht Selbstständig geworden 😀 Und ich setze meine Pläne immer noch mehr nach dem Motto “einfach machen” um.

So war es damals auch. Ich bin 2011 durch ein Fotoshooting für Bewerbungsbilder in Kontakt mit einer Fotografin gekommen. Sie brauchte ein Logodesign – ich war Grafikerin – passt! Ich habe dann ihr Logo gestaltet und wir haben uns kurzerhand dazu entschlossen gemeinsam in die Selbstständigkeit zu springen.

Das war kurz nach meiner zweiten Ausbildung im Bereich Grafikdesign. Ich hatte 5 Jahre Ausbildungen in diesem Bereich gemacht und fühlte, dass ich jetzt an dem Punkt war, an dem ich mehr wollte. Mehr, als einfach angestellt zu arbeiten. Da passte die Selbstständigkeit gut in meinen Plan.

Aber ja, bis dahin war ich mit dem Thema nie richtig und geplant in Berührung gekommen. Ich wollte schon mit 13 Jahren Selbstständig sein, aber was das wirklich bedeutet wusste ich nicht.

So ist es also passiert, dass ich mit 22 Jahren dort stand und ein eigenes Unternehmen hatte.

 

Wenn alle dagegen sind und Du es trotzdem machst

Ok, es waren nicht alle dagegen. Aber sehr viele kamen eben mit den üblichen Sätzen, die mich total verunsichert haben. Da ist man gerade Selbstständig und dann hört man:

  • “Falls es mal gut läuft, dann denk sofort daran, dass das bald wieder schlechter aussehen wird!”

  • “Mein Rat an Dich ist .. ” (hier beliebigen Rat einsetzen von Menschen, die noch nie Selbstständig waren, sein werden oder überhaupt jemals gearbeitet haben)

  • “Du bist doch viel zu jung, du schaffst das eh nicht” – Wobei “Du schaffst das eh nicht, weil ..” auch noch mal alleine dort stehen kann

  • “Ist das nicht total gefährlich?!” – Ja, wenn ich mit Löwen arbeite und die mich auffressen, dann schon.

  • “Das geht ab jetzt nur noch Berg ab, glaub mir, das ist immer so bei Selbstständigen.”

  • “Selbst und ständig” – Mein Favorit

Es gibt noch so viel mehr, das würde jetzt hier alles sprengen. Aber, Du erkennst das Muster? Menschen machen Dir gerne schon enorm Angst, bevor Du richtig starten kannst. Einfach, damit Du es lieber lässt und nicht neue Erfahrungen machst, Ängste überwindest und Dich weiterentwickelst. Denn sonst könnte es ja passieren, dass Du ein schöneres Leben führst als sie.

Ich hatte also selbst schon Angst und diese wurde dann noch mehr entzündet. Was ich aber jetzt nach 6 Jahren Selbstständigkeit weiß: Diese Sätze hörst Du immer weiter und weiter. Es ist egal, wie lange Du Selbstständig bist oder was Du erreicht hast. Das sind immer wieder die Sätze, die ich zu hören bekomme. Du vielleicht auch? 😀

 


Große Veränderungen machen Angst

Diese große Veränderung in meinem Leben, der Beginn der Selbstständigkeit, hat mir Angst gemacht. Es war ein riesen Schritt, dessen Ausmaße ich jetzt erst ganz erkenne. Für mich war es der richtige Schritt, denn ich lebe genau das, was ich in meinem Leben gerne machen möchte. Und noch wichtiger, ich kann es jederzeit so anpassen, dass es zu mir und meinem Leben passt.

Allerdings hat noch jemand viel mehr Angst vor dieser Veränderung gehabt: Meine Umgebung.

Die Menschen, mit denen ich in der Zeit Kontakt hatte, hatten noch wesentlich mehr Angst vor meiner Selbstständigkeit, meinen Ideen und meinen neuen Zielen.

Denn sie waren es nicht gewohnt, dass jemand einfach so so eine große Veränderung umsetzt. Das kann man ihnen noch nicht mal übel nehmen. Denn sie sind einfach dort drin. In ihrem Leben, welches normal ist für sie und keine großen oder kleinen Hürden hat. Es ist ebenmäßig und es passieren keine beängstigenden Veränderungen, die ihr Leben einmal komplett auf den Kopf stellen können.

Genau deshalb zeigten sie mir, durch die oberen Sätze, ihre eigenen Grenzen. Das musste ich auch erst mal herausfinden. Denn ich spürte schnell, dass ich eigentlich gar keine Angst hatte mich an große Ziele und Projekte zu setzen. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Jahr ein Buch geschrieben habe!

 


Du willst Dich Selbstständig machen? Dann tu es!

Eine “einfache” Sache, um Dir und den anderen Menschen die Angst vor der Selbstständigkeit zu nehmen ist es, Dinge anzugehen und umzusetzen.

Wenn Du spürst, dass Du Deinen Zielen näher kommst und sie verwirklichst, dann verschwindet Deine Angst auch immer wieder ein bisschen mehr.

Verheimlichen möchte ich Dir aber nicht, dass dann andere Ängste in ganz anderen Formen auf Dich zukommen. Du wirst Dich noch mehr mit anderen Dingen auseinandersetzen, die Du am Anfang Deiner Selbstständigkeit gar nicht im Sinn hattest.

Bei mir kam es dann nach und nach immer mehr zu dem Erkennen meiner eigenen Mission (Was will ich wirklich?), dadurch dann zum Umbau meiner Angebote, meiner inneren Weiterentwicklung, der Auseinandersetzung mit den “bösen” Themen Buchhaltung und Steuern (die gar nicht so böse sind, wenn man sie sich mal genauer ansieht), Budget – und Preisplanungen, Netzwerken, Akquise und Werbung.

Dazu werde ich im einzelnen auch noch mal hier berichten, um Dir zu zeigen, wie ich es mache.

Weißt Du, bei mir läuft auch nie alles gerade. Ich bin seit 6 Jahren Selbstständig und habe so viele Erfahrungen und Fehler gemacht, aber dadurch eben auch meine innere Unternehmerin geformt, die ich heute bin.

Die Unternehmerin in Dir kann sich nur durch diese Entwicklungen vergrößern. Wenn Du Deine Ziele umsetzt und Dir selbst zeigst, dass mehr in Dir steckt, als Du denkst, dann wirst Du auch merken, wie sich Dein Umfeld immer mehr verändert.

Nimmst Du Dich ernst als Unternehmerin, dann tun es auch die anderen.

Sowas beginnt immer zuerst in Dir.

 


Es ist und bleibt ein Weg der Veränderung

Weißt Du, warum ich nach 6 Jahren Selbstständigkeit immer noch nicht dort angekommen bin, wo ich hin will? Weil ich es wichtig finde, dass ich mich weiterentwickle. Ich möchte weiterkommen und Neues finden und umsetzen. Für mich ist es genau das, was die Selbstständigkeit ausmacht: Weiterentwicklung!

Denn was für mich gar nicht geht ist dieses:

  • Ich bin an einem Punkt angekommen, habe ein Ziel erreicht, und bleibe jetzt da, weil es so einfacher ist.

Das ist gar nichts für mich.

Ich liebe es, wenn ich mich mit meinem Unternehmen noch mal auf unsicherer Gewässer begeben kann und es umwandeln kann. Denn mit jedem neuen Gewässer entdecke ich in mir neue Fähigkeiten und neue Möglichkeiten, die mein Leben bereichern.

Ja, Selbstständig zu sein bedeutet für mich nicht nur von einem Design-Auftrag zum nächsten zu gehen. Nein, es braucht für mich ebenfalls immer wieder das Arbeiten an meinem eigenen Unternehmen.

Nur so kann sich mein Unternehmen weiterentwickeln und ich mich selbst.

Was ist Dir wichtig in Deiner Selbstständigkeit? Schreib es mir jetzt in die Kommentare 😉

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About the Author:

Hey, ich bin Verena - Unternehmerin, Grafikdesignerin und Bloggerin. Ich helfe Businessladys wie dir ein Design zu finden, welches deine Traumkunden inspiriert! Vor 6 Jahren begann mein Weg als Selbständige Grafikdesignerin. Mit 22 Jahren machte ich mich Selbstständig und stolperte damit in das größte Abenteuer meines Lebens...

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