Mein erster Design-Auftrag

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Gudrun von Achtung Designer hat zur Blogparade aufgerufen. Gerne schreibe ich dazu meine Erfahrungen für Dich auf.

 


Ich wusste eines von Anfang an

Direkt nach meinen Ausbildungen habe ich mich Selbstständig gemacht. Wie ich werben würde, das wusste ich damals gar nicht genau. Ich wusste nur eines:

Ich muss werben.

Denn ich hatte gesehen, dass viele Agenturen selbst keine Werbung machten. Sie verkauften ihren Kunden Werbung und Strategien. Doch selbst für sich haben sie nicht geworben. Daran sind so einige Agenturen kaputt gegangen.

Deswegen stand für mich direkt fest, dass ich selbst werben muss. Wie sollte ich sonst auch bekannt werden?

 

Vieles getestet…

Ich habe am Anfang sehr viele Werbeformen getestet.

Da waren: Flyer, Anzeigen, Webseite, GelbeSeiten, Banner, Messen, Aktionen, Partnerwerbung etc.

Alles durcheinander und ich gebe zu, dass das alles auch ohne Strategie war. Ich habe einfach wild drauf los geworben.

Aber auch das war gut und wichtig für mich: Dadurch konnte ich die Unterschiede klar erkennen. Welche Werbeformen für wen geeignet sind und wieviel sie bringen.

Natürlich wäre es leichter gewesen, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, wie es besser funktioniert. Doch durch diesen Lernprozess habe ich selbst so viel Erfahrungen gesammelt, dass ich jetzt klar weiß, wie ich meine Werbestrategie aufbaue und umsetze. Ebenfalls hilft es mir sehr dabei, wenn meine Kunden fragen dazu haben.

Die ersten Kunden kamen dann auch. Vieles kam später durch Empfehlungen bei mir an.

 


 

Meine ersten Kunden

Wer genau mein erster Kunde war, daran erinnere ich mich nicht. Ich weiß es einfach nicht mehr. Doch an eines kann ich mich erinnern:

Das Gefühl, dass diese Menschen mit mir arbeiten wollen und meine Kreativität gut finden, dass war sehr schön. Es hat dadurch unheimlich viel Spaß gemacht. Jeder Auftrag war anders, da ich Kunden aus unterschiedlichen Branchen hatte. Das ist noch besser gewesen.

In meiner Ausbildung habe ich im Möbelbereich gearbeitet. Entwickelt habe ich dabei die Möbelprospekte aus Deinem Briefkasten. Diese, die so hässlich sind. Die kennst Du oder?

Es war so ein tolles Gefühl dann „schönere“ Werbung entwerfen zu können. Gerade der Unterschied der Unternehmen hat mir gefallen. Ich habe nicht immer das gleiche Projekt gehabt, nein, diesmal konnte ich wirklich meine Leidenschaft ausleben. Jedes Projekt hatte seine eigenen Eigenschaften und brauchte individuelle Ideen. Das machte mir sehr viel Spaß.

Von der Industrie bis zur Kosmetikerin war alles dabei. Das war super. Und zum Glück ist dies bis heute so geblieben. Einiger der Kunden sind immer noch bei mir und lassen weitere Werbemittel gestalten.

 


 

Die ersten Gespräche…

Puuh das war schwer für mich. Eigentlich bin ich eine Person gewesen, die eher weniger redet. Jetzt musste ich es tun, denn sonst würde das Gespräch ziemlich still verlaufen, oder?

Also nahm ich all meinen Mut zusammen und führte die Gespräche.

Zu meiner Verwunderung klappte es. Ja, ich hatte sogar Spaß daran. Es war ganz anders, als während meiner Ausbildung. Dort habe ich einfach den Auftrag hingelegt bekommen und das jeweilige Briefing. Den Auftrag fertig gemacht und meiner Chefin überreicht. Das wars.

Aber jetzt hatte ich den Kunden vor mir sitzen. Ich konnte alles fragen, um das Design perfekt auf sein Unternehmen abzustimmen. Wundervoll. So lernte ich wirklich die Geschichte und die Menschen hinter dem Unternehmen kennen. Ich stellte Fragen, die mir viele Ideen brachten. Deswegen bin ich bis heute davon überzeugt, dass ich den Menschen und die Geschichte hinter dem Unternehmen kennen lernen muss. Nur so kann ich ein Design entwickeln, welches die volle Wirkung entwickelt. Ich stelle bis heute immer noch viele Fragen, um den Kunden kennen zu lernen.

Mittlerweile liebe ich diese Gespräche. Denn dadurch habe ich in den letzten 4 Jahren so viele verschiedene Unternehmen kennen lernen können und freue mich über jedes neue Unternehmen. Es macht einfach Spaß, wenn meine Kunden später ihre Botschaft des Unternehmens in ihren Werbemitteln wiederfinden. Sie werben einfach gerne mit ihrer Marke und präsentieren sie stolz.

 


 

Mein Rat an andere Designer

Wie Du erkennst war mein Weg nicht sehr gerade. Ich habe so gut wie alles selbst getestet und mir dadurch selbst beibringen müssen. Wo ich jetzt hier so sitze und dies für Dich aufschreibe, da kann ich noch nicht mal sagen, dass es schlecht war. Für mich war dieser Lernprozess einfach wichtig, um voll und ganz Designerin und Unternehmerin zu sein.

Allerdings denke ich mittlerweile, dass es wichtig ist einen Plan zu haben. Eine Strategie, die Dich durch Deine Werbekampagne führt. Denn so kannst Du Dich wesentlich genauer auf Deine Zielgruppe konzentrieren.

Für mich war und ist es schwer gewesen genau die Zielgruppe zu finden, für die ich arbeiten möchte. Das braucht auch Zeit. Es geht nicht von heute auf morgen. Du wirst Dich immer mal wieder weiterentwicklen und so auch Deine Zielgruppe. Wenn Du aber stetig an Dir und Deinem Unternehmen arbeitest, dann findest Du Deine Wunschkunden. Es passiert bei mir auch, deswegen kann ich das so klar sagen.

Ebenso solltest Du Dir von Anfang an überlegen, wo Du werben möchtest und womit. Ich habe einige Werbeformen genutzt, die einfach nur viel Geld gefressen haben. Anzeigen zum Beispiel. Das war nichts für mich. Ich hätte lieber gleich mit meinem Blog angefangen. Aber, auch das brauchte bei mir seine Zeit und Entwicklung, bis ich bereit für einen Blog war.

Und ganz ganz wichtig: Trau Dich anders zu sein! Du musst gerade als Frau nicht so sein wie alle männlichen Agenturen. Hört sich nach einer komischen Bezeichnung an? Schau Dir mal einige Agenturen an. Die meisten sind von Männern geleitet und das spürt man auch. Du musst allerdings nicht wie ein Mann Deine Agentur führen, um erfolgreich zu sein. Das schaffst Du auch als weibliche Unternehmerin 😉

Entwickle Dein eigenes Konzept und gehe konsequent Deinen Weg. Es tut auch Dir gut, wenn Du immer mehr Du selbst wirst.

Wir raten unseren Kunden immer genau diese Punkte und setzen es selbst nicht immer um. Das ist einfach schade. Auch wir verdienen es eine erfolgreiche und fantastische Marke zu entwickeln.

Ich weiß auch wie schwer es ist Dein Design zu finden. Für Dich selbst etwas zu entwickeln ist schwieriger als alle anderen Projekte. Doch gib Dir die Zeit Dich zu finden und dann genau das Design umzusetzen, welches zu Dir passt. Bei mir hat das ganze drei Jahre gedauert. Doch jetzt ist es für mich klar und es fühlst sich viel besser an. Ich habe richtig Spaß daran zu werben und tue es mit Leidenschaft.

Falls Du bei etwas Hilfe brauchst oder nicht weiter weißt, dann melde Dich bei mir per E-Mail (info@medienwerk-menden.de) oder im Facebook. Vielleicht kann ich Dir helfen.

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About the Author:

Hey, ich bin Verena - Unternehmerin, Grafikdesignerin und Bloggerin. Ich helfe Businessladys wie dir ein Design zu finden, welches deine Traumkunden inspiriert! Vor 6 Jahren begann mein Weg als Selbständige Grafikdesignerin. Mit 22 Jahren machte ich mich Selbstständig und stolperte damit in das größte Abenteuer meines Lebens...

One Comment

  1. Chrissi Mai 19, 2016 at 7:55 am - Reply

    Liebe Verena,
    ich bin über Gudruns Blogparade hergekommen und habe mit Freude deinen Beitrag gelesen.
    Man spürt richtig, dass du immer schon mit Leidenschaft dabei warst.
    Gerade der Teil mit den Gesprächen hat mir gefallen. Das bestärkt mich darin, dass man auch Freude daran haben kann, Gespräche mit Kunden zu führen, selbst wenn man sonst nicht die gesprächigste Person ist. 😉

    Alles Gute für dich!
    Liebe Grüße, Chrissi

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